Wie lebten Kinder vor über hundert Jahren? Wie entsteht eigentlich Butter? Und wie viel Arbeit steckte früher hinter einem einfachen Pfannkuchen? Diesen Fragen ging die Klasse 1M bei einem erlebnisreichen Ausflug ins Museumsdorf Volksdorf nach.

Nach der gemeinsamen Anreise mit Bus und U-Bahn erreichten die Kinder das Museumsdorf und wurden dort bereits von einem besonderen Bewohner begrüßt: Haustruthahn Adam-Otto begleitete die Klasse zum Hexenplatz, wo zunächst gemeinsam gefrühstückt wurde.
Anschließend erwarteten die „Spiekerlüüd“ die Schülerinnen und Schüler. Mit großem Engagement lassen sie das dörfliche Leben um 1900 wieder lebendig werden und ermöglichten den Kindern einen faszinierenden Einblick in vergangene Zeiten.


Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe das historische Dorf erkundete, wurde die andere selbst aktiv. Bei der Führung durch die alten Häuser staunten die Kinder über große Öfen, enge Betten, die gute Stube, den blühenden Bauerngarten sowie die alte Dorfschule. Überall gab es Spannendes zu entdecken und zu erfahren.
Besonders eindrucksvoll waren die praktischen Arbeiten. Mit viel Eifer mahlten die Kinder Buchweizenkörner zu Mehl, schlugen Sahne zu Butter und bereiteten Pfannkuchenteig zu. Dabei erfuhren sie hautnah, wie mühsam viele alltägliche Tätigkeiten früher waren. Das rhythmische Mahlen, das kräftige Schlagen der Sahne und das Knistern des offenen Feuers machten Geschichte mit allen Sinnen erlebbar.


Der Höhepunkt folgte am großen Bauerntisch: Frisches Brot mit selbstgemachter Butter, duftende Buchweizenpfannkuchen und Kräuter aus dem Bauerngarten ließen die Vergangenheit auch geschmacklich lebendig werden. Selbst die entstandene Buttermilch wurde neugierig probiert.
Nach dem Wechsel der Gruppen konnten alle Kinder sowohl die Führung als auch die praktischen Arbeiten erleben. So wurde Geschichte nicht nur erzählt, sondern entdeckt, ausprobiert und erfahren.


Mit vielen neuen Eindrücken und unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck kehrte die Klasse 1M schließlich zur Schule zurück. Ein herzlicher Dank gilt den „Spiekerlüüd“, die den Kindern diese besondere Reise in die Vergangenheit ermöglicht haben.
Manchmal genügt ein Tag im Museumsdorf, um zu erkennen, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht – sondern dort lebendig wird, wo Kinder sie mit Kopf, Herz und Hand erleben dürfen.

